Dienstag, 7. Juni 2022

Reines Handeln der Buddhas und das Feuer: Ein Gegensatz?

 

Der Buddhismus ist eine Lehre der Praxis und des wirklichen Lebens, bei der Handeln, geistiges Klärung und eigenes Erfahren von zentraler Bedeutung sind. Den das ist heilsames gemeinsames Entstehen in Wechselwirkung. Ohne Übertreibungen und Extreme das kräftig Heilsame der Mitte. Auf keinen Fall ist damit gekünsteltes und starr an Formen und Vorschriften gebundenes zeremonielles Handeln gemeint, denn es geht um den Alltag des Hier und Jetzt. Dieses Handeln vollzieht sich in der Mitte des Gleichgewichts und ist damit als Tun und Handeln der Buddhas und großen Meister zu verstehen. Die Praxis des Zazen oder die erste Erleuchtung, die „den Körper und (denkenden) Geist fallen lässt“, ist ein wesentlicher Bereich solchen Handelns und darf keinesfalls als statisch verstanden werden. In der Praxis des Zazen befreien wir uns von einengenden und störenden Gedanken, von Zwängen, Ängsten und vor allem von der Gier nach Ruhm und Profit. In diesem Handeln werden der Geist und das Bewusstsein von egoistischen Zwängen befreit, die das Handeln einseitig aus dem Gleichgewicht bringen und uns ins Unglück rennen lassen.

Das reine, wahre Handeln der Buddhas und erwachten Menschen ist nach Dôgen frei von Berechnungen und Tricks. Durch das Handeln selbst eröffnet sich der Zugang zur wunderbaren Wirklichkeit, und diese schenkt den Menschen heitere Gelassenheit, aber auch schnelle und ausdauernde Tatkraft. Wie bekannt, entscheidet sich Wolfgang von Goethe am Beginn des Faust für die Aussage: „Am Anfang war die Tat“, und verwirft den Satz: „Am Anfang war das Wort“.

Dōgen zitiert eine bekannte Stelle aus dem Lotos-Sūtra, wo Buddha sagt:

„Die Lebensspanne, die ich durch meine ursprüngliche Praxis des Bodhisattva-Weges verwirklicht habe, ist auch jetzt noch nicht beendet.“

Er will damit sagen, dass sein Handeln als Bodhisattva und Buddha immer weiter geht, dass es nichts Bestimmtes zu erreichen gibt und dass das Tun und Handeln selbst das Wesentliche ist

Dōgen untersucht dann ein wichtiges Koān-Gespräch zweier Meister. Seppō lehrte: „Die Buddhas der drei Zeiten sind in der Flamme und drehen das große Dharma-Rad“.

Sein Schüler Meister Gensa äußerte sich dazu:

„Die Flamme lehrt den Dharma für die Buddhas der drei Zeiten, und die Buddhas der drei Zeiten stehen auf dem Grund und hören den Dharma.“

Meister Gensa sagt, dass die Flamme den Dharma für die Buddhas verkündet, dass die Buddhas auf der Erde stehen und den Dharma hören. Das heißt, die Buddhas hören achtungsvoll zu und tun dies ohne Ablenkung und Eigennutz. Die Aussagen der beiden oben genannten Meister, Seppō und Gensa, dass die Buddhas in der Flamme sind, dass die Flamme den Dharma verkündet und die Buddhas zuhören, sind in der Tat nicht leicht zu verstehen. Sie entwickeln jedoch, je mehr man sich mit ihnen beschäftigt, eine erhebliche Tiefenschärfe und spirituelle, poetische Kraft. Die Flammen sind zweifellos auch Symbol der Reinheit und der Wärme.

Vertiefen: reines Handeln, Feuer

Mittwoch, 25. Mai 2022

Die Natur gibt Ruhe, vermindert Angst: Wir sollten sie erleben und schützen

 


In diesem Kapitel öffnet Meister Dôgen die tiefe Weisheit unserer Verbindung und heilende Einheit mit der Natur, also mit Bergen, Flüssen, dem Meer und Bäumen, Blumen, Hecken, Büschen usw. In dem Augenblick, wenn diese lebende Ganzheit gelingt, verwirklicht sich bei uns die Buddha-Natur und entwickelt ihre heilende Kraft! So wird überzeugend berichtet, dass mehrere alte Meister das große Erwachen, inneres Gleichgewicht und ihre Erfüllung mit und in der Natur erlebten.

Im authentischen Buddhismus ist die Lotosblume seit der Zeit Gautama Buddhas ein poetisches und wunderbares Symbol des heilsamen Dharma und der menschlichen Wahrheit ohne Leiden. Bei meinem kürzlichen Wandern in Südtirol waren es für mich der blaue Enzian und die wunderbare Bergwelt.

In der Natur finden wir das ruhige Gleichgewicht und die Kraft des Mittleren Weges. Eine solche Balance wird dann weder durch galoppierende Gedanken noch durch aufgewühlte Emotionen gestört, denn sie ist stabil, auch bei äußeren und inneren Störungen. Die Natur hat in ihrer Reinheit und Schönheit eine tiefe, ausgleichende Wirkung auf den Menschen. Auch wenn man verunsichert, beunruhigt, geängstigt ist oder von endlosen Gedanken-Zirkeln umgetrieben wird, kann man sich für die erhabene Schönheit, Ruhe und den Frieden der Natur öffnen und findet zum inneren Frieden zurück. Die Blumen, Pflanzen und Bäume sind daher wirklich das Leitbild für ein ausgeglichenes menschliches Leben. Der Mensch findet zur Ruhe und Ausgeglichenheit zurück, wenn er die Natur ganz in sich aufnimmt. Denn wenn Du in der Natur wanderst und die Augen schließt, dann sind Außen und Innen das selbe. Versuche es selbst einmal selbst! Dadurch entstehen neue Klarheit, neuer Lebensmut und neue Kreativität in unserem Leben.

Für Nishijima Roshi sind Natur und Universum die Wahrheit und Wirklichkeit selbst. Danach gibt es zwischen der buddhistischen Wahrheit einerseits und der Natur andererseits überhaupt keinen Unterschied und keine Trennung, sondern im Gegenteil, es besteht eine umfassende lebendige Einheit. Nach seiner Erfahrung und seinem Denken sind das Universum und die Natur sogar mit Gott identisch. Er sagt einfach und klar, dass Gott nicht kleiner als das Universum sein könne. Und es ist nicht vorstellbar, dass Gott größer als das Universum und die Natur sei, weil dann eine Trennung von Gott und Universum behauptet würde; dies könne aber nicht sein. Damit ist für Nishijima Roshi ganz klar, dass die Natur und das Universum die göttliche Wahrheit selbst sind.

Dôgen berichtet von einem alten Meister, der von einem Mönch gefragt wurde:

„Kann die Natur den Buddha-Dharma lehren oder nicht?“

Der Meister antwortete: „Sie lehrt den Dharma immer kraftvoll und ohne Unterbrechung.“

Ein anderer großer Meister führte ein ähnliches Gespräch mit seinem eigenen Lehrer, um herauszufinden, wie die Natur ohne störende Emotionen den Dharma lehrt. Er verfasste dann das folgendes Gedicht:

„Welch ein Geheimnis, dass die Natur den Dharma lehrt.

Wenn wir ihn nur mit den Ohren hören, ist es letztlich schwer, ihn zu verstehen.

Wenn wir seine Stimmen auch durch die Augen hören,

können wir beides genau erkennen.“


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Donnerstag, 5. Mai 2022

Der Wille zur Wahrheit ist Kompass in unserem Leben

Über den Willen zur Wahrheit sagt Dōgen:

„Bei dem Streben nach Buddhas Wahrheit sollten wir den Willen zur Wahrheit als das Wichtigste ansehen. Menschen, die wissen, was es mit dem Willen zur Wahrheit auf sich hat, sind (leider) selten. Wir sollten diese (Wahrheit nur) unter solchen Menschen erkunden, die sie klar erkennen.

Im Zen und im authentischen Buddhismus wird Wahrheit  pragmatisch und nicht absolut oder dogmatisch verstanden: Es geht um das Hier und Jetzt, sehr konkret um Handeln, Denken und Fühlen. Jeder Mensch, wird nach eigenem Erleben, eigenen Erfahrungen und eigenem Bedenken vorankommen. Die Lehre und ein Lehrer oder Meister können die Richtung weisen, fundierte und bewährte Hilfestellungen geben und hoffen, dass der Funke der Suche nach der Wahrheit überspringt. Dann können eigene Kräfte und Energien beim Schüler freisetzt und entwickelt werden. Der Wille zur Wahrheit wird sich auf dem Buddha-Weg immer mehr verfeinern und genauer werden. Das ist der fortschreitende Lernprozess . Das ist der Kompass, der uns auch bei Sackgassen und Fehlentwicklungen immer wieder in die richtige Richtung zurückführt. Aber Dōgen sagt nicht, dass diese Wahrheit ein abgegrenztes intellektuelles oder philosophischen Wissen ist, das sich nicht mehr weiterentwickelt und quasi dinghaft und endgültig ist. Denn Philosophie heißt Philosophieren und nicht nur statisches Wissen.

Dōgens Kapitel über den Willen zur Wahrheit hat also eine direkte Verbindung zum Achtfachen Pfad der Befreiung und eines heilsamen Lebens. Die Achtsamkeit und Meditations-Praxis spielen dabei eine ganz wesentliche Rolle. Dōgen selbst hatte auf seiner langen Suche nach der wahren buddhistischen Lehre in Japan und auch in China viele Schwierigkeiten zu überwinden, bis er endlich seinen wahren Lehrer gefunden hatte. Durch die Zazen-Praxis in Wechselwirkung mit der buddhistischen Lehre fand er schließlich den befreienden Ausweg aus dem Lebenslabyrinth

Er macht unmissverständlich deutlich, dass nur in dieser unauflösbaren Verbindung von Theorie und Praxis, von fundierter Lehre und Meditation, wirkungsvoll nach dem authentischen Buddha-Lehre gesucht werden kann. Auf diesem Weg verändert sich der ganze Mensch, es kommt zur Transformation der Persönlichkeit und zu einer neuen Klarheit psychischer und spiritueller Zustände und Wechselwirkungen.

Dogen gibt ein überraschendes Zitat für die Suche nach der Wahrheit:

"Die Praxis ist nicht durch das Sitzen selbst begrenzt, sondern sie schlägt den (großen) Raum an und klingt wie das Anschlagen der Glocke, das sich vor und nach dem Glockenschlag fortsetzt.“

In diesem Gleichnis wird die Wirkung der Meditation poetisch auf den Punkt gebracht: Wenn wir morgens und abends meditieren, bleibt die Wirkung am Tag in der Folgezeit erhalten, gibt Kraft und verleiht uns Klarheit und Handlungsfähigkeit im Alltag. Nishijima Roshi nennt dies die dauernde Kraft des Zazen:

„Der Einfluss der Zazen-Praxis ist niemals auf die Zeit begrenzt, in der man tatsächlich Zazen praktiziert.“

Dōgen rät uns, einen wirklich überzeugenden Menschen und Lehrer zu suchen, der die Wahrheit des Lebens klar erkannt und sein Leben deutlich danach eingerichtet hat. Gleichzeitig warnt er vor solchen Lehrern, die zwar behaupten, dass sie den Willen zur Wahrheit besitzen, aber in Wirklichkeit nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind. Man erkenne aber nicht immer sofort, ob jemand tatsächlich den Weg der Wahrheit suche oder es nur vorgebe.

Links: Neu: Buddhismus für Einsteiger

Vertiefung zur Wahrheit.


 

Dienstag, 26. April 2022

Auch in der Krise: Das Universum ist eine leuchtende Perle

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Die Worte der leuchtenden Perle des Zen-Meisters Gensa sind von großer Treffsicherheit und positiver Wirkung für unser praktisches und spirituelles Leben
. Aber was ist eigentlich unser Leben? Antwort: Das wirkliche Werden-Sein-und-Zeit in Wechselwirkung mit der Welt und dem Universum, also authentisch nach Buddha: "Gemeinsames Entstehen in Wechselwirkung". Und das lebende Ganze ist nach Gensa eine leuchtende Perle. Das ist ein sogenanntes Koan uns scheinbar paradox. Aber in Wirklichkeit führt es uns aus einem verengten Geist hinaus zum erfüllten Leben und mehr Freiheit. Aber dominiert nicht das Schlechte und Negative in dieser Welt? Es wird so viel geklagt: Die dunklen und abgründigen Seiten der Welt werden so häufig beschworen. Wir müssen doch nur die Berichte der Medien anschauen und in den angeblich sozialen Netze surfen. Im Gegensatz dazu lehrte schon Buddha in aller Klarheit, dass Kummer, Jammer, Gram und Verzweiflung weitgehend selbst erzeugtes Leiden ist, das überwunden werden kann und soll.

Der Buddhismus ist alles andere als eine lebensfeindliche und negative Philosophie und Lebenspraxis, wie manchmal behauptet wird, sondern ganz das Gegenteil. Die Schönheit und der wunderbare Glanz der Welt, der Natur, der Pflanzen und Tiere und des menschlichen Lebens sind der Mittelpunkt, die als wahre Wirklichkeit erlebt und entwickelt werden.

Die runde Form ist im Buddhismus ein Symbol für ein harmonisches und ausgeglichenes Leben und für die Schönheit Universum. Ecken und Kanten oder gar Stacheln und Borsten werden im Buddhismus weniger geschätzt, sie sind meist menschliche Übertreibung und ohne anhaltende Kraft. Der Buddhismus ist nicht lasch und lau und schon gar nicht nicht pessimistisch. Im Gegenteil: tatkräftig und optimistisch im Hier und Jetzt! Er entwickelt gute Kräfte gerade in der jetzigen Krisenzeit.

Die Perle spiegelt alles ohne Verzerrung wider, was um sie herum da ist. Und sie gibt ihren Glanz noch hinzu. Sie leuchtet in vielen schimmernden Farben von wirklich ausgesuchter Schönheit. Die Perle ist das Symbol der Wirklichkeit:

„Das Universum in den zehn Himmelsrichtungen ist eine leuchtende Perle“


Der Mönch Gensa praktizierte mit aller Kraft und Ausdauer, wollte aber eines Tages das Kloster verlassen, auf Wanderschaft gehen und bei andere buddhistischen Meister lernen und praktizieren. Dabei stieß er mit seinem Fuß in den offenen Sandalen heftig gegen einen Stein am Wege. Er hatte große Schmerzen an dem verletzten Zeh, der stark blutete. Bei diesem plötzlichen schmerzhaften Erlebnis hatte er eine vollkommen klare Erkenntnis und es schoss ihm durch den Kopf: „Manche behaupten dieser Körper existiert nicht wirklich, woher kommt dann der Schmerz?

Gleichzeitig erkannte er, dass es sinnlos war, erneut auf Wanderschaft zu gehen und nach irgendetwas Entferntem zu suchen. Er kehrte daher sofort um und ging wieder zu seinem bisherigen Meister und wurde später dessen Nachfolger. Sein Meister fragte ihn, warum er denn zurückgekommen sei, und er antwortete:„Letztlich kann ich mich nicht von anderen täuschen lassen.“

Das ist heute bei den verzerrenden Informationen des offiziellen Russland über den Krieg in der Ukraine wohl noch durchschlagender als damals. Und es ist für mich typisch Zen-Buddhismus: Der Wirklichkeit direkt zu begegnen, die Schönheit der Perle zu entdecken und danach sein Leben auszurichten. Der Mönch Gensa erkannte blitzartig, dass Erleuchtung und Freiheit nur in aktiver Wechselwirkung mit der Realität entstehen können: Authentischer Buddhismus, Meditation und Handeln im Alltag sind unlösbar verbunden.

Zu einem intellektuell verstiegenen Schüler sagte er dagegen:

„Ich sehe, dass Du Dich sehr anstrengst, um in die Höhle eines Dämons im schwarzen Berg zu gelangen.“ 

Das ist aber ganz unsinnig und der Gegensatz zur leuchtenden Perle. Dieser Irrweg sollte von uns  wirklich vermieden werden!


Links:

Neu: Buddhismus für Einsteiger

Vertiefung zur Perle

 

 

Sonntag, 10. April 2022

Wirkungsvolle Meditation gegen die Krise: Entfaltung der eigenen Energie-Sonne und Neuro-Wissenschaft

Für die jetzige Krise des Ukraine Krieges und der Corona möchte ich meine eigenen Erfahrungen einer wirkungsvollen Power-Meditation von etwa zehn Minuten oder länger mit dir teilen. Die Horrorbilder aus der Ukraine drücken uns dann nicht mehr nieder. Denn was nützt depressive Stimmung und Mutlosigkeit für unseren Geist und unsere Gefühle in Krisen? Nichts, sie sind destruktiv und verstärken nur Leiden und Schmerzen, wie Buddha in den Vier Edlen Wahrheiten überzeugend sagt.

Seine authentische Meditation hat vier Stufen: drei mit Konzentration und eine mit Offenheit und ohne Grenzen.

1. Konzentration 

Es gibt sehr gute Konzentrations-Meditationen: Tiefe Weisheiten wie "alle Lebewesen retten" oder "grenzenlose Liebe und Mitgefühl" und "liebevolle Güte" usw.. Andere Meditierende verwenden verschiedene wirkungsvolle  Bilder: Strand am Meer, Blumen, Tal in den Bergen usw.. Wichtig dabei: Der Rücken ist gerade aufgerichtet und der Geist auf einen Punkt gerichtet. Das wirkt wie ein Energie-Sonne und strahlt in den ganzen Menschen! Ich meditiere zu Anfang der Konzentration mit der einfachen Methode des Zählens bis zehn. Dann fange ich beim Zählen wieder bei Eins. Bitte beim Ausatmen zählen und die Sonne unter dem Bauchnabel weiter wirken lassen. 

Diese einfache Meditation lässt negative Gedanken und Gefühle verschwinden und stärkt die Konzentrationskraft, die wir heute dringend nötig haben. Besonders wirksam ist dabei die Bauchatmung. Das sind also die ersten drei Stufen der Meditation. Dauer etwa fünf Minuten oder auch länger.

2. Offenheit ohne Grenzen: Freiheit und tiefe Ruhe

Die authentische Vierte Stufe nach Buddha, hat große positive Wirkung und heißt auch Zazen. Meister Dogen sagt: "Körper und Geist fallen lassen,  nichts als Sitzen" und Buddha formuliert: grenzenlose Weite, ohne Raum und Zeit, keine Gegenstände. Dabei bleibt die Energie-Sonne besonders wirksam, ohne spezielle Konzentration und wir sind entspannt ohne lasch und nachlässig zu sein. Es wird berichtet, dass Dogen damit tiefe Erleuchtung erlangte. Wenn diese ganzheitliche Tiefen-Entspannung gelingt, entsteht neues Freisein und Helligkeit fast wie von selbst. Dabei gibt es auch die klare Erfahrung der Leerheit. Wenn irgendwelche Gedanken und Gefühle aufkommen, lasse sie einfach ziehen und wieder fortgehen: wie die friedlichen Wolken am Himmel. Mein Lehrer Nishijima nannte diese Meditation die Erste Erleuchtung. Dauer: fünf Minuten oder auch länger.

3. Neuro-wissenschaftliche Erklärung 

Ein technischer Computer wird bei Störungen auf Null gestellt und fährt danach oft ohne Fehler wieder hoch. Ich bin fest überzeugt, dass unser eigener Neuro-Computer bei dieser Meditation der Vierten Stufe ganz ähnlich funktioniert: Er bereinigt sich selbst von Fehlern und Täuschungen, sodass wir dabei Körper und Geist nachhaltig verbessern können. Und dies fast ohne Anstrengung. Probiert es bitte selbst aus!

4. Nach der Meditation gilt dann der alte Zen-Spruch:´ Erleuchtung ist Feuerholz tragen und Wasser schöpfen´, also klares ethisches Handeln und Denken im Alltag. Diese Meditation hat sich bei mir besonders in einer schweren Berufskrise sehr bewährt.

Links: Neu: Buddhismus für Einsteiger

Genaue Anleitung zur Meditation