Freitag, 22. Februar 2019

Der Bodhisattva hat Mitgefühl und hilft unmittelbar


Trinkwasser mit Schöpflöffel im Kloster

In diesem Kapitel (Kannon) erläutert Meister Dôgen in schlichter Klarheit die natürliche Selbstverständlichkeit der Buddha-Lehre, dass man mit anderen Leidenden mitfühlt, ihnen selbstverständlich und ohne große Umstände hilft und durch gemeinsames Handeln in gemeinsamer Wechselwirkung neue Impulse in Gang bringt. Das Bodhisattva-Ideal ist ein Kernbereich des Mahâyâna-Buddhismus, der die tätige Hilfe für andere in den Mittelpunkt stellt und das egoistische Streben nach dem eigenen Vorteil und sogar der eigenen „genießerischen“ Erleuchtung verwirft.

Diese Lehre des Bodhisattva des großen Mitgefühls, der in Sanskrit auch Avalokiteshvara heißt, wird anhand eines bekannten Gesprächs zweier großer Meister erläutert.

Der alte Meister Ungan fragte: „Was tut der Bodhisattva des großen Mitgefühls, wenn er seine unzählbaren vielen Hände und Augen gebraucht?“

Der jüngere Meister Dôgo antwortete darauf: „Er ist wie ein Mensch, der nachts die Hand nach hinten ausstreckt und nach seinem Kissen greift.“

Meister Ungan bestätigte dies: „Ich verstehe, ich verstehe“, und er fügte hinzu: „Seine Hände und Augen sind sein ganzheitlicher und universeller Körper.“

Er schlägt dann seine eigene Formulierung vor: „Seine Hände und Augen durchdringen seinen ganzen Körper.“. Sie sind also in harmonischer Wechselwirkung mit allen Bereichen der Menschen.

Dôgen rühmt dieses Gespräch sehr und zieht es vielen anderen tradierten Aussagen und Zitaten zum Bodhisattva-Handeln vor. Nach seinem Verständnis trifft es mit großer Klarheit und Genauigkeit den wesentlichen Kern dessen, was mit dem Bodhisattva-Handeln des großen Mitgefühls im Buddhismus gemeint ist. Meister Ungan spricht von unzählbar vielen Händen des Handelns und unzählbaren Augen des Sehens und nicht von einer begrenzten Anzahl wie etwa zwölf oder auch 1000. Mit Zahlen lässt sich nach Dôgen das Zentrale des Bodhisattva-Handelns ohnehin nicht beschreiben. Das wäre eher gefährlich und dinghaft. Der Bodhisattva besitzt nicht nur unzählbare Hände und Augen, die er gebraucht, sondern er hilft in intellektuell nicht erfassbarer Vielfalt je nach der konkreten Situation.

Diese kreative Wandlungsfähigkeit beim Helfen richtet sich nach den Besonderheiten dessen, dem geholfen wird, sodass ein Bodhisattva sich wirkungsvoll an die jeweiligen Menschen und Notwendigkeiten anpasst. Er handelt dabei unauffällig, fast so, dass die Hilfe dem Betreffenden gar nicht bewusst wird.

Meister Dôgo macht im obigen Gespräch eine erstaunliche Aussage: Der Bodhisattva des großen Mitgefühls handelt wie ein Mensch, „der nachts die Hand nach hinten ausstreckt und nach seinem Kissen greift“. Was soll diese ganz ungewöhnliche Formulierung bedeuten? Ist für gutes Handeln und Karma nicht das voll bewusste Handeln maßgeblich?

Nach meinem Verständnis will uns Meister Dôgen die Selbstverständlichkeit des Handelns aus Mitgefühl deutlich machen: Es ist nicht von einer bewussten, vielleicht sogar „edlen Absicht“ oder Selbstüberwindung die Rede, sondern von einer natürlichen Bewegung der Hand, die fast wie im Halbschlaf nach hinten greift, um das Kopfkissen zu erfassen und zurechtzurücken. Dies ist eine treffende Formulierung für die Selbstverständlichkeit, mit der die Hilfsbedürftigkeit unmittelbar erkannt und ohne Verzögerung, ohne berechnende Überlegung und ohne selbstsüchtige Absicht in die Tat umgesetzt wird.

Diese Szene zeigt auch, dass es gar keine Zuschauer gibt, die vielleicht von der Hilfeleistung beeindruckt sind oder Beifall klatschen. Es wird selbstverständlich geholfen, ganz im Einklang mit dem Gesetz des Lebens und der Harmonie des Universums. Zu helfen ist natürlich und es gibt dabei kein Zögern, keine Hemmnisse und keine absichtsvolle Berechnung: Das Kissen wird geordnet.

Mittwoch, 6. Februar 2019

Neue Videos zu Sternstunden des Buddhismus



Im Herbst letzten Jahres hatten wir eine Sesshin zum Thema Sternstunden des Buddhismus. Wir wollten uns Klarheit verschaffen über die Entwicklung der Lehren Gautama Buddhas, des Mittleren Weges und dem Zen, z. B. aus der Sicht von Dogen und Nishijima Roshi.

Uns bewegten folgende aktuelle Fragen:

Was sind eigentlich die Kern-Aussagen Buddhas?

Was bedeutet der Mittlerer Weg, der die Extreme vermeidet?

Wie können wir die Leerheit verstehen, die besonders im tibetischen Buddhismus so wichtig ist.? 

Was zeichnet den Zen für unser heutiges Leben aus?

Zu diesen Fragen gibt es nun ganz neue Videos im Netz. Hier anklicken:



Dienstag, 29. Januar 2019

Meditation: Gleichgewicht, Mitte und neue Kräfte



Meine eigene Erfahrung bei der Meditation: Mit Anfang 30 wurde mir eine Aufgabe in der Computerindustrie übertragen, die ich nicht ablehnen konnte, die ich aber auch nicht leisten konnte. Wie ich damals glaubte. Ich hatte mit Versagensängsten, Schlaflosigkeit, Stress, Konzentrationsschwächen und Hoffnungslosigkeit zu kämpfen. Dann entdeckte ich ein neues Buch mit einer praktischen Anleitung zur Zazen-Praxis (Kapleau) und begann jeden Morgen und Abend zu meditieren. Das war einfacher als gedacht.

In meiner Zen-Linie (Soto) lässt man Geist und Psyche einfach zur Ruhe kommen: Nichts als sitzen. Manche zählen beim Ausatmen jeweils bis zehn. Klares Zazen ist für Nishijima Roshi die erste Erleuchtung! 

So verbesserte sich mein Zustand ganz erstaunlich. Es entwickelten sich neue Kräfte. Ich fand zwei fast geniale Partner und spätere Freunde für die Programmierung. Ergebnis: Sehr fruchtbare und kreative Zusammenarbeit. Und die Aufgabe konnte tatsächlich gemeistert werden.


Wichtig zur guten Wirksamkeit der Meditation: Inneres und äußeres Gleichgewicht. Sitzen auf dem Meditations-Kissen, einem Bänkchen oder einem stabilen Stuhl (1).

Halte deine Wirbelsäule senkrecht, den Kopf nach oben, die Schultern entspannt und eher abfallend. Atme ruhig, regelmäßig und natürlich. Die Augen am besten halb geschlossen, schräg nach unten. In meiner Zen-Linie: Sitzen vor einer Wand. Dein eigenes Zentrum beim Meditieren: Drei Finger unterhalb des Bauchnabels (Hara). Die Hände  darunter in einander legen.

Der große Zen-Meister Dogen sagt: "Körper und Geist fallen lassen"
Dauer: 10 Minuten, regelmäßig, bringen schon viel. Normale Dauer: 25-30 Minuten, einmal oder vielleicht zweimal am Tag.
Mittlere Beleuchtung und Helligkeit.
Schaffe dir eine ruhige klare Meditations-Ecke, wo du ungestört bist.


Meditation macht dich weise und gelassen, du hast mehr Freude! Schon Buddha lehnte extreme Askese als sinnlos ab.

Die erstaunlichen und verlässlichen Ergebnisse der modernen Forschung zur Meditation lassen sich wie folgt zusammenfassen:

1. Nachhaltige Stärkung des Immunsystems. Dadurch bist du widerstandfähiger
gegen Krankheiten
2. Verminderung von Leiden und Schmerzen
3. Verbesserung deines Stoffwechsels der Zellen
4. Verstärkung deiner positiver Emotionen, bessere Gesamtstimmung
5. Verminderung von Depressionen, Angst und Stress
6. Intensivierung deiner sozialer Kontakte und bessere sozialer Sicherheit
7. Verbesserung deine emotionalen Intelligenz
8. Verstärkt dein Mitgefühl und deine Empathie
9. Vermindert das Gefühl von Einsamkeit und Verlassenheit
10. Verbessert deine Selbst-Steuerung der Gefühle
11. Verbessert deine Fähigkeit zur Selbstbeobachtung, Introspektion und
Achtsamkeit.
12. Vermehrt die Anzahl und Dichte deiner Gehirnzellen,
besonders im Zusammen-Wirkung mit sportlichen Aktivitäten
13. Verbessert deine Leistung und die Vernetzung des Gehirns (Synapsen)
14. Verbessert deine Fokussierung und Aufmerksamkeit
15. Vermindert die negativen Folgen des multitasking
16. Verbessert dein Gedächtnis
17. Verbessert deine Kreativität erheblich
18. Macht dich weise

(1) Buch von G. W. Nishijima und mir: Die Kraft der ZEN-Meditation, DONA-Verlag Berlin



Dienstag, 8. Januar 2019

Gutes Leben und Buddhas Achtfacher Pfad, Teil 2

(Aus meinem neuen Buch "Sternstunden des Buddhismus")


Als fünften Zweig des Achtfachen Pfades nennt Buddha den rechten Lebenswandel bzw. den rechten Lebenserwerb. Darunter versteht er den ethisch einwandfreien Erwerb für den eigenen Lebensunterhalt. Es geht also um einen Beruf, der ethisch einwandfrei ist und wenn möglich anderen Menschen hilft, um eine angemessene Erwerbstätigkeit, die andere nicht betrügt, ausbeutet oder mit völlig überhöhten Gewinnen operiert. Dazu würde ich zum Beispiel die Berufe im Gesundheitswesen, Umweltschutz oder Tierschutz zählen. Keinesfalls gehören dazu berufliche Tätigkeiten in der Prostitution, beim Menschenhandel, beim Handel mit Drogen, Rauschmitteln und bei Glücksspielen oder im Zusammenhang mit der Ausbeutung von Menschen und Umwelt. Neue Suchtgefahren werden durch das Internet erzeugt!

Ohne die rechte Bemühung, also Anstrengung und Ausdauer, als sechstem Zweig kann man den buddhistischen Weg der Überwindung des Leidens nicht gehen. Dieses Bemühen umfasst den gesamten Körper-und-Geist und verbindet im Klosterleben den Meister mit seinen Mönchen. Auch hier betont Buddha, dass „üble unheilsame geistige Gegebenheiten entweder gar nicht erst entstehen oder aber überwunden und abgebaut werden müssen“.[i] Dafür lohnt es, sich anzustrengen, Willenskräfte zu entwickeln und auf dem Weg durchzuhalten, denn es ist häufig durchaus notwendig, gewisse kämpferische Energien zu entwickeln, um Schwierigkeiten überwinden zu können. Neues ethisches Handeln und Denken muss entwickelt oder – wie es in der buddhistischen Literatur oft heißt –„kultiviert“ werden. Wie wir aus der Gehirnforschung wissen, entstehen dabei neue aktive Teilsysteme und Bahnungen im neuronalen Netz. So können psychische Energien aus Konflikten für zukunftsweisende Lernprozesse mobilisiert werden. Diese können durchaus mit Freude und Glücksgefühlen verbunden sein.[ii]

Tanahashi Kasuaki 

Der siebte Zweig ist die rechte Achtsamkeit in ihrer bereits erwähnten umfassenden Bedeutung. Sie fordert vor allem Offenheit und Klarheit gegenüber sich selbst. Wer ein ethisch unrechtes Leben führt und sich eine Weltanschauung zurechtgelegt hat, die Ethik außer Acht lässt, wird nach meiner festen Überzeugung große Schwierigkeiten haben, überhaupt zur Klarheit zu gelangen, die Buddha hier anspricht, um entsprechend ein achtsames Leben gegenüber anderen und sich selbst zu führen.

Die Betrachtung und Analyse der eigenen Gefühle ist von zentraler Bedeutung, um eine solche klare Sichtweise von sich selbst, von seinen eigenen Motiven, Ängsten und Hoffnungen zu gewinnen. Die Betrachtung ohne Selbsthass und Selbstbeschönigung ist natürlich nicht einfach und wird besonders erschwert, wenn in der Gesellschaft verhärtete moralische Strukturen und Ideologien vorherrschen und die Menschen in unnatürlicher Weise einengen.

Sigmund Freud hat auf der Grundlage der weitgehend verlogenen Moral seiner Zeit das Phänomen der Verdrängung erkannt und therapeutisch behandelt.[iii] Nach seiner Theorie ist das von der Gesellschaft moralisch fixierte Wissen im sogenannten Über-Ich zentralisiert, steuert das Bewusstsein und lässt viele Gefühle überhaupt nicht zu. Dadurch entstehen Verdrängungen, die wiederum als Krankheitssymptome zum Beispiel bei Zwangshandlungen und anderen neurotischen Erkrankungen großen psychischen Schaden anrichten. Die Selbstanalyse wird aus Angst und aufgrund verdrängter bzw. verzerrter Vorstellungen stark behindert oder unmöglich gemacht.

Dōgen kritisiert, dass einige buddhistische Gruppen behaupten, Achtsamkeit sei überhaupt nicht erforderlich. Er bezeichnet solche Menschen als Nicht-Buddhisten und zitiert dazu Bodhidharma, der zu seinen vier Schülern sagte: „Du hast meine Haut, mein Fleisch, meine Knochen und mein Mark erhalten, und dies ist genau die richtige Achtsamkeit des Achtfachen Pfades.“


Als letzten und achten Zweig bespricht Buddha den Samādhi, also die Meditation und Sammlung. Er ist in allen buddhistischen Schulen von zentraler Bedeutung, denn ohne Samādhi gibt es keine Erleuchtung. So bezeichnet zum Beispiel Dōgen die Zazen-Praxis als „König der Samādhis“.[iv] Mithilfe der Meditation könne man sich von Gedanken und Vorstellungen befreien – auch von der einseitigen Abhängigkeit von den großen Meistern (!) und buddhistischen Vorfahren im Dharma (!). Der Samādhi ist die „Lebendigkeit der Nüstern“, die im alten China als Symbol für das wirkliche Leben galten, weil man durch die Nase die Luft ein- und ausatmet. Die Meditation öffnet dabei sozusagen das begrenzte „Denken unseres Schädels“.[v] In den allgemeinen Richtlinien Dōgens zum Zazen (Fukan zazengi) heißt es, dass wir aus dem „Nicht-Denken denken sollen“ und damit das übliche, dualistische und bewertende Ja-Nein-Denken überschreiten.[vi]





[i] Gäng, Peter: Meditationstexte des Pali-Buddhismus I, S. 39ff.
[ii] Hüther, Gerald: Was wir sind und was wir sein könnten
[iii] vgl. Freud, Sigmund: Psychologie des Unbewussten
[iv] Dōgen: Shōbōgenzō. Die Schatzkammer des wahren Dharma-Auges (deutsche Übersetzung), Bd. 3, S. 327ff.
[v] Dogen: Shobogenzo, englische Fassung, Bd. 4, S. 24
[vi] Nishijima, Gudo Wafu; Seggelke, Yudo J.: Die Kraft der ZEN-Meditation. Im Auge des Zen, Bd. 4, S. 35ff.


Samstag, 22. Dezember 2018

Wie erschaffen wir die verlässliche Wirklichkeit für den Weg der Befreiung?


In dem neuen Heft von Buddhismus Aktuell behandelt der bekannte Buddhologe Johannes Litsch die wichtige Frage, wie verlässlich wir eigentlich die Wirklichkeit erkennen. Er formuliert: "Wie wir unsere Wirklichkeit erschaffen"[1]. Diese Frage ist eng mit Buddhas Lehre von der rechten Sichtweise verbunden, die zentral für den Achtfachen Pfad und die Vier Edlen Wahrheiten ist. Denn es geht darum, Leiden und Schmerzen zu überwinden und sich zur Freiheit und Emanzipation zu verwirklichen. Ich halte diese Fragen für außerordentlich wichtig, um belastbare Grundlagen des Buddhismus gerade bei uns im Westen zu gewinnen.

Denn dadurch können wir nicht zuletzt den Missbrauch unredlicher Gurus und Meister an ihren SchülerInnen und Vertrauenden unschädlich machen:[2] Wir benötigen also verlässliche Grundlagen des Buddhismus und seiner großartigen und wirkungsvollen Praxis, um mit solidem Wissen den Missbrauch zu enttarnen und öffentlich machen zu können.

Wir gewinnen die rechte Sichtweise der Wirklichkeit nach Buddha und Meister Nagarjuna, indem wir die Extreme von absoluter Existenz oder absoluter Nicht-Existenz vermeiden. Unter diesen beiden oft ideologischen Begriffen kann ich mir ohnehin kaum etwas Vernünftiges vorstellen, obgleich sie, oft unbewusst, auch im Buddhismus weit verbreitet sind. 

Hier wird überflüssiges  Wort-Geklingel wohl als Philosophie verkauft. Buddha hatte daher mit der Enttarnung einer angeblich ewigen Existenz oder der totalen Nicht-Existenz von Menschen und Dingen gerade die Kernaussagen seiner eigenen Lehre der Befreiung und Lebensfreude geschaffen. Das ist die Lehre und Praxis des guten Lebens und unseres gelungenen Lebens, das seit der Antike auch die großen Philosophen im Westen umgetrieben hat. Und im Zen heißt es schlicht: "Erleuchtung ist Feuerholz tragen und Wasser schöpfen": Also gerade kein Wort-Geklingel!

Mit diesen Fragen habe mich seit vielen Jahren beschäftigt und im neuen Buch "Sternstunden des Buddhismus" zusammengefasst: Im frühen Buddhismus, in Nagarjunas Mittlerem Weg und Dogens Zen-Buddhismus. Dabei habe ich 15 Jahre lang mit meinem Lehrer Nishijima Roshi über diese Wahrheiten Buddhas zusammenarbeiten können, was mich mit tiefer Dankbarkeit erfüllt. Das Vorwort schrieb Zen-Meisterin Doris Zölls, Leiterin des Benediktushofes.

Ich begrüße daher von ganzem Herzen, dass an diesen verlässlichen und soliden Grundlagen des Buddhismus nunmehr verstärkt gearbeitet wird.

Dabei ist die Kernaussage Budhhas zum gemeinsamen Entstehen in Wechselwirkung (pratitya samutpada) der maßgebliche Schlüssel zur Frage, wie wir die Wirklichkeit klar erkennen und was nicht erkannt werden kann. Denn Ideologien, Illusionen, Spekulationen und Dogmen schaden dem Erkennen der Wirklichkeit und verwischen die Grenzen des Erkennens. Und das führt zu Leiden und Schmerzen, also gerade nicht zur Befreiung, Emanzipation, Lebensfreude und Erleuchtung.


Zu diesen Themen habe ich einige Texte in meinem Blog der buddhistischen Philosophie verfasst, Hier die links:

Wieder-Entdeckung der Mitte,
Täuschung und Ethik,
Präambel des Mittleren Weges, MMK,


[1] BUDDHISMUS AKTUELL 1/2019, S. 58 ff.
[2] Im selben Heft, S. 52 ff.