Dienstag, 16. Juli 2019

Natürliches Gleichgewicht ohne Stress versus Unruhe und Angst

(Von Gudo Wafu Nishijima [i])
Aus meinem Buch Sternstunden des Buddhismus, Band 1

"Meister Dōgens großes Werk Shōbōgenzō („Die Schatzkammer des wahren Dharma-Auges“)[ii] habe ich über 40 Jahre eingehend studiert. Ich bin der festen Überzeugung, dass die von mir bearbeiteten Quellentexte auch für den Westen von unschätzbarem Wert sind. Die deutsche Fassung des Shōbōgenzō und dessen Einführung „ZEN Schatzkammer“ habe ich ausdrücklich unterstützt, weil damit das Verständnis der nicht einfachen Aussagen Dōgens im deutschsprachigen Raum für viele Leser wesentlich verbessert werden kann. Denn Dōgens Zen-Buddhismus ist wirklich authentisch!

Manche meinen, der Buddhismus eigne sich als Religion nur für jene Menschen, die sich aus dem beruflichen Alltag und gesellschaftlichen Leben in die Nische eines Klosters zurückgezogen haben und versuchen, dort auf einer „Insel der Seligen“ ohne die Ungerechtigkeiten und Schwierigkeiten des normalen Alltags zu leben. Andere glauben, dass der Buddhismus ausgesprochen lebensfeindlich oder gar nihilistisch sei.

Vor allem der Zen-Buddhismus sei, so eine verbreitete Ansicht, von lebensfeindlicher Askese und dem schmerzhaften Ringen um die große Erleuchtung (Satori, Kensho) geprägt, diese sei aber für einen „normalen“ Menschen ohnehin nicht erreichbar. Eine solche Sichtweise kann ich jedoch aus meiner praktischen Erfahrung und der in langem Studium gewachsenen Kenntnis heraus nur als völlig falsch bezeichnen – das Gegenteil ist richtig.

Wer sich aus der Wirklichkeit der Welt verabschiedet hat, gerät unweigerlich in einen ausweglosen Kreislauf von Illusionen, Leiden, Trugbildern, Ängsten und subjektiven Welten und kann von diesem Leiden nur dann befreit werden, wenn er zur Wirklichkeit des Lebens und der Welt und damit zur Wahrheit zurückfindet. Gautama Buddha hat dies erfahren und erkannt und uns die großartige Lehre des Buddha-Dharma geschenkt, die uns nicht zuletzt von Meister Dōgen authentisch übermittelt wurde. Sie gibt Stabilität, Ruhe und Gleichgewicht in unser Leben und wir können neue großartige Potentiale entwickeln.

Der Buddhismus lehrt nicht, dass das ganze Leben aus Leiden besteht, wie manchmal behauptet wird, sondern im Gegenteil: Er will uns praktisch gangbare Wege aufzeigen, wie wir das vorhandene oder zukünftige Leiden überwinden können. Dann können wir eindimensionale Weltanschauungen über Bord werfen, Ideologien und Verführungen schnell durchschauen und zu Gleichgewicht und Harmonie zurückfinden. Dies ist der Mittlere Weg und der natürliche Zustand des Menschen im Gleichgewicht. Mit Meister Dōgen bin ich der festen Überzeugung, dass die Meditationspraxis des Zazen in Verbindung mit der authentischen buddhistischen Lehre genau der richtige Weg ist, den wir beschreiten sollten."

Ergänzung:

Video: ZEN-Bogenschießen, natürlich treffen


Zum Bogenschießen: Meister Tosa hatte als einziger in der letzten Runde der internationalen Kyudo-Meisterschaft in Tokyo das Ziel getroffen. Er wurde gefragt:" Haben Sie bemerkt, dass die anderen gefehlt haben?" Antwort Tosas: " Ja, das habe ich. Selbst wenn die anderen daneben schießen, bleibt mein Job genau der selbe. Und ich bin dabei überhaupt nicht unruhig. Die einzige Frage ist, wie ich meinen eigenen Bogen selbst handhabe: Dass sich der Schuss des Pfeils natürlich löst (release), das ist es! Das ist die wahre Herausforderung. Dieses Ziel zu erreichen ist mein Ideal bis zu dem Tag, an dem ich sterbe." 

Wie der berühmte Autor Herrigel zum Bogenschießen schreibt: "Es hat geschossen." 
Oder auch: "Mach dein Ding!"




[i] Entnommen aus: Seggelke, Yudo J.: ZEN Schatzkammer. Einführung in Dogens Shobogenzo, 3 Bände
[ii] Dogen: Shobogenzo, deutsche und englische Fassung in vier Bänden

Dienstag, 2. Juli 2019

Freiheit, Glück und Unabhängigkeit des buddhistischen Menschen

Aktive Wechselwirkung statt Abhängigkeit

Eine wirklich zentrale Aussage Buddhas zum menschlichen Leben wird bisher meist als "abhängiges Entstehen" oder "bedingtes Entstehen" übersetzt. Aber kann das eine wirklich korrekte Wiedergabe seiner Lehre sein? Denn er lehrt gerade die Selbstbestimmung und zunehmende Freiheit des Menschen auf dem Buddha-Weg, um die Abhängigkeit und das Leiden von äußeren und inneren Fesseln zu verringern oder sogar zu überwinden. Denn starke Abhängigkeit macht depressiv, erzeugt Stress und macht Angst. Wer will schon abhängig sein? Abhängigkeit und Glück passen nicht zusammen. Dass der Mensch andererseits nicht total isoliert lebt und leben kann, ist dabei ohne Zweifel richtig und von sehr großer Bedeutung. Denn Einsamkeit ist heute die häufigste Todesursache. Es geht also um die Klärung der Bedeutung von Abhängigkeit!

Ich bin überzeugt, dass bei der bisherigen Übersetzung des abhängigen Entstehens etwas nicht stimmt, dass  sie zu begrenzt ist oder zumindest missverstanden werden kann. Übrigens sagt auch Hegel, dass bedingtes Leben Unfreiheit bedeutet und dass unbedingtes Leben, Denken und Handeln Freiheit des Individuums und der Gesellschaft bedeutet.

Um diese zentrale Frage anzugehen und gründlich zu klären, ist es ratsam, auf die verlässlichen Begriffe in Sanskrit zurückgehen. Was hat Buddha wirklich gesagt, um uns in unserem Leben zu helfen? Er formulierte pratitya samutpada und das bedeute in korrekter Übersetzung m. E.  gemeinsames Entstehen in Wechselwirkung. Also weder Abhängigkeit noch Isolation. Das Wort prati wurde bisher offensichtlich zu eng als abhängig oder bedingt interpretiert und daher nicht wirklich korrekt übersetzt. In keinem Sanskrit-Lexikon habe ich diese unkorrekte Übersetzung gefunden, sie ist also in dieser Form nicht wirklich authentisch. Die wahre Bedeutung von prati ist hin und zurück, entgegen, zurück und wieder. Warum, wo und wie daraus die zu einseitige (unidirektional) Abhängigkeit als buddhistische Lehre wurde, ist sicher spannend. Die volle Wirklichkeit ist nicht so simpel wie die genannte einseitige Abhängigkeit. Was meinen Sie? Übrigens heißt abhängig korrekt auf Sanskrit paratantra oder samsakta aber nicht prati. Und wer wirklich abhängig ist, kann nicht frei und glücklich sein, er kann also sein Leiden nicht überwinden. Aber absolute Freiheit gibt es natürlich auch nicht, das wäre ein unrealistisches und idealisiertes Extrem und eine psychische Sackgasse.

Heute benutzen wir für diese realen Prozesse die Begriffe Vernetzung oder Rückkoppelung. Das sind zentrale und unverzichtbare Zusammenhänge der Ökologie, Psychologie und Gehirnforschung. Sie sind wissenschaftlich bereits gut untersucht und verlässlich. Daher haben die Indologin Elisabeth Steinbrückner und ich die Bezeichnung Wechselwirkung gewählt. Um auch Hegel zu nennen: Für ihn ist die wechselseitige Anerkennung der Menschen von zentraler Bedeutung für die moderne Welt und die nun mögliche Freiheit. Sein Denken hat also eine gewisse Übereinstimmung mit Buddha, wobei im Buddhismus die praktische Wirkung und das gemeinsame Handeln noch stärker betont werden. Das gilt besonders für den Zen-Buddhismus.

Alpenrose in Südtirol
Buddha hat also vermutlich als erster klar erkannt, dass wir grundsätzlich in einer vernetzten Welt leben. Diese Wissens ist dann wohl zum Teil verloren gegangen und hat die praktische Wirksamkeit seiner Lehre verringert. Es kommt nun nämlich darauf an, die vorhandenen zu starken Abhängigkeiten zu erkennen, zu vermindern und zu überwinden. Wodurch? Durch Selbststeuerung und auch durch Selbstkontrolle können wir den eigenen Freiheitsraum nutzen und vergrößern. Dazu hat Buddha wirksame Übungen  entwickelt, z. B. Meditation, Achtsamkeit und die Fokussierung im Augenblick. Dann finden wir und gehen wir in unserer vernetzen Welt den eigenen besseren Weg. Dieser eröffnet Befreiung und Selbstbestimmung, er lässt unser Leiden und unsere Schmerzen zur Ruhe kommen. Das ist genau das Anliegen Buddhas und der großen Meister. Resümèe: Die Übersetzung "abhängiges Entstehen" ist nicht ganz falsch aber zu begrenzt. Sie bezeichnet eine bestimmte abhängige Beziehung und ist richtiger Weise gegen das isolierte Entstehen gerichtet. Aber sie erschwert das Verständnis der Wirklichkeit und damit auch das Verständnis des MMK. Ist das ein Grund für die bisherigen vielen Missverständnisse und Fehlinterpretationen des MMK?

Dabei sind eigene und direkte Erfahrungen im Hier und Jetzt und die Unabhängigkeit von den Medien sowie fake News wesentlich. Fatalistische Abhängigkeiten führen immer in die Sackgasse. Selbst erleben, selbst denken und handeln, ohne in eine Falle zu starker Abhängigkeit zu geraten, macht glücklich und gibt Freiheit. Das ist m. E. die zentrale Botschaft Buddhas und der großen Meister Nagarjuna und Dôgen. Wegen dieser Wahrheit hat der Buddhismus eine weltweite positive Bedeutung erlangt und heilende Wirkung erfahren: auch und gerade für unsere heutige westliche Welt. Machen Sie mit der buddhistischen Weisheit und Praxis Ihr Ding! Was sagt Buddha in den Grundlagen der Achtsamkeit über den buddhistischen Menschen?  "Unabhängig lebt er und haftet an nichts in der Welt"

Mittwoch, 12. Juni 2019

Mit Umwelt-Zen gegen Bienen-Sterben

(Aus meinem Buch "Umwelt-Zen")



Jungen Menschen sorgen sich heute mehr den je um die um eine gesunde Natur für ihre eigene Zukunft. Denn: wenn die die Bienen durch Gift und Kunstdünger sterben, stirbt die Natur und stirbt die Buddha-Natur.

Und kann man die wahre Natur des Menschen von der wahren Natur um uns herum trennen und isolieren? Sicher nicht! Nach Buddha ist unsere wahre Natur genau die Buddha-Natur: Sie lebt und entwickelt sich im dynamischen Gleichgewicht des Lebens, das wir nicht zerstören dürfen. Die Buddha-Natur entsteht gemeinsam in Wechselwirkung, der Mensch ist also nicht isoliert. Wir benötigen zum Leben eine Natur ohne Gifte und mit einen Geist, der im Gleichgewicht und frei von unkontrollierter Gier ist. Wir brauchen nicht die Profit-Gier weniger Konzerne und einer verantwortungslosen Landwirtschaft. Gier und Verblendung lassen so die Menschen und die Natur leiden. Dabei verkrüppeln oder töten sie die wahre Natur und unsere Öko-Systeme. Ich weiß wo von ich rede, denn ich habe 28 Jahre im Umweltschutz gearbeitet.

Was sagt Zen-Meister Dogen dazu?

Im Buddhismus sind Berge und Wasser die großartige Buddha-Welt, und in dieser Natur hat sich Buddha selbst verwirklicht. Berge und Wasser sind Teil der belebten und der sogenannten unbelebten Natur und des Universums. Aber was ist eigentlich unbelebt? Es sind Wirklichkeiten, die wir mit unseren Sinnen wahrnehmen. Nach dem Buddha-Dharma gehen sie über die vordergründige Wahrnehmung und äußere Form hinaus und vermitteln die Reinheit und Schönheit der Buddha-Welt. Heute wie damals suchen die Menschen die wunderbaren Augenblicke der Naturerlebnisse in den Bergen und auf den Gewässern.

Wenn wir uns in den Bergen aufhalten, uns dort bewegen, wandern und dort praktizieren, ist dies nach Dôgen, als würden sich die Blüten öffnen, es ist die Wirklichkeit des Buddha-Dharma. Wir müssen uns natürlich ganz für den Augenblick in den Bergen öffnen und „klare Augen“ haben, um die Berge wirklich zu sehen, zu erkennen, zu hören und zu erfahren.

Wenn wir in den Bergen wandern und das angelernte Wissen vergessen, dass sie unbeweglich, isoliert und statisch sein sollen, können wir wirklich beobachten, dass die Berge mit unseren eigenen Schritten und mit unserer eigenen Bewegung wandern. Ich habe dies selbst mehrfach ausprobiert und war überrascht, dass es stimmt. Versuchen Sie es doch auch einmal, wenn Sie in den Bergen wandern!

Dabei kann sich ein intuitives Gefühl der Beweglichkeit, Klarheit und Leichtigkeit bei uns selbst einstellen, die wir mit einem unerwarteten Staunen erfahren. Indem wir Berge, Bäume und alles um uns herum in ihren Bewegungen zu uns selbst als tanzend erleben, scheinen sich auch bei uns alte Verfestigungen in unserem Herz-Geist zu lösen, und dadurch kommen wir in den Zustand einer beschwingten Leichtigkeit und Klarheit.

Ich möchte annehmen, dass Dôgen Ähnliches in den Bergen empfunden hat und uns genau dies durch seine exakten Beobachtungen mitteilen will.

Ein ewiger Buddha sagt: ‚Berge sind Berge, Wasser ist Wasser.‘ Diese Worte sagen nicht, dass (die Begriffe) der ‚Berge‘ die Wirklichkeit der Berge sind. Sie sagen, dass Berge (genau wirkliche) Berge sind.“

Nishijima Roshi unterstreicht: „Diese Worte sagen nicht, dass die wirklichen Berge dasselbe wie die Worte der Berge sind, aber die wirklichen Berge sind genau die wirklichen Berge. Begriffe,  Abbildungen und Wirklichkeit sind nicht das selbe.“

Dôgen rät uns dringend, die Berge in der Praxis zu erfahren. Dies können wir nur in den Bergen selbst, wenn wir dort handeln und uns nicht von ihnen abgrenzen:

„Solche Berge und Wasser erzeugen auf natürliche Art Erleuchtete und erzeugen weise Menschen.“

Donnerstag, 6. Juni 2019

Buddha-Natur: Entdecke die Fülle und die Magie des Lebens !


(Aus meinem Buch: "Geheimnis der Buddha-Natur)


Im Buddhismus geht es geht um die Ganzheit und das Zusammen-Wirken unseres Lebens und des ganzen Universums, die Dôgen als „Schiene aus Eisen“ bezeichnet. Das ist das spirituelle unauflösbare Ganze und gerade keine Dualität von Subjekt und Objekt. Dasselbe japanische Wort verwendet er dafür, dass bei der Zazen-Praxis Körper und Geist fallen gelassen werden: Die theoretische Bedeutung, ob wir die Buddha-Natur wie ein Objekt „haben“ also „besitzen“ muss man also ganz fallen lassen, um zur umfassenden Gesamtheit des wahren Lebens zu kommen.

Um die rigide Bedeutung von „haben“ und "Objekt" aufzulösen, bezeichnet Dôgen die Buddha-Natur auch als "Weg der Vögel". Das klingt eigenartig. Was meint er damit? Im chinesischen Buddhismus steht bei diesem Beispiel im Mittelpunkt, dass die Vögel beim Fliegen in der Luft keine dinglichen oder gar unethischer Spuren hinterlassen. Dies ist ein Gleichnis dafür, dass bei unserem Handeln und überhaupt im Leben kein schlechtes Karma und kein Schaden bei anderen Menschen zurückbleibt. Der Himmel ist außerdem ein Symbol für den Raum, der kein Ende hat, also eine Raum-Unendlichkeit darstellt, und er ist ein Gleichnis für den höchsten Zustand des Menschen.[i] Dabei ergibt sich ein wichtiger Zusammenhang mit der Vierten Vertiefung (Jhana) der Meditation und des Samâdhi im frühen Buddhismus. Diese Vertiefung wird mit verschiedenen Begriffen der Unendlichkeit, zum Beispiel der Raum-Unendlichkeit, beschrieben.[ii]
 
Dôgen fasst mit folgendem Satz zusammen, der gleichzeitig eine aufschlussreiche Umkehrung ist: „Deshalb besitzt die Natur aller Buddhas die vielen Lebewesen.“

Das heißt, die Buddha-Natur besitzt alle Lebewesen und uns Menschen, wir sind nichts anderes als die wahre Natur, die Buddha-Natur. Diese Umkehrung bedeutet das direkte Zusammenwirken und keine Unterteilung in Subjekt und Objekt. Dôgen ergänzt, dass diese Aussage in besonderer Weise die Lebewesen und gleichzeitig die Buddha-Natur erhellt, also das Wesentliche unseres Lebens bezeichnet. Ein dingliches simples und unzureichendes Verständnis der Buddha-Natur als Ding, Objekt oder Substanz wird damit aufgelöst

Wir vergessen laut Dôgen manchmal, dass wir selbst die Wahrheit sind, und gleichzeitig ist die Wirklichkeit im Augenblick der Gegenwart immer anwesend und lebendig. Dazu gehören die vier Elemente und die fünf Komponenten der Welt (Skandas), also die einzelnen Dharmas der Wahrheit.

Es ist von zentraler Bedeutung, dass verbale Aussagen zur Buddha-Natur durch unser ganzes ganzes Leben erfasst werden und dass alle einzelnen Augenblicke unseres Lebens mit solchen fundamentalen Wahrheiten direkt und unmittelbar verknüpft sind.


[i] vgl. Kap 2, ZEN Schatzkammer, Bd. 1, S. 36 ff.: „Die große intuitive Weisheit, die das Denken überschreitet (Makahannya haramitsu)“
[ii] vgl. Gäng, Peter: Buddhismus, S. 94 ff.


Freitag, 24. Mai 2019

Das neue Buch: "Sternstunden des Buddhismus" auf der Bestseller-Liste

(Niko Schulmeister)

Yudos neues Buch zu den Sternstunden des Buddhismus kommt überraschend in die Bestseller-Liste von Amazon.
An dieser Stelle möchte ich als Leser des Buddha-Blogs auf Yudo’s neues Buch „Sternstunden des Buddhismus“ hinweisen: Das wissenschaftlich präzise und realistisch-optimistische Werk führt den Leser an die grundlegenden und spannenden Schriften von Gautama Buddha, des großen Meisters Nagarjuna und des ZEN-Meisters Dôgen heran. Zum einen durch eine ganz neue Übersetzung des authentischen Sanskrit-Textes und zum anderen durch die Erläuterungen und zeitnahen Interpretationen. Als Leser profitiert man ungemein von der effizienten Wechselwirkung zwischen Originaltext und den angebotenen modernen Interpretationen. Damit setzt er die m. E. bahnbrechenden Arbeiten seines Lehrers Nishijima-Roshi fort, der meines Wissens als einer der ersten die tiefe Verbindung der Philosophie des Mittleren Weges mit dem ZEN-Buddhismus herausarbeitet hat. Dadurch bekommt der Text Nagarjunas eine erstaunliche Frische und Lebendigkeit.
 
Dieser wertvolle Beitrag für den Buddhismus zeigt sich auch beim Internetriesen Amazon: Auf der Seite des Onlinehändlers platzierte sich „Sternstunden des Buddhismus“ Anfang April unter den Top 100 der entsprechenden Bestseller Liste. Auch der Blog profitiert von den jüngst veröffentlichten Auszügen aus „Sternstunden des Buddhismus“, da dieser mit über 180.000 Zugriffen einer der am stärksten nachgefragten buddhistischen Blogs überhaupt ist.

Ich freue mich, dass Yudo’s Beiträge zum Buddhismus sowohl auf dem Weg von Buchdruck und E-Book, als auch über die neuen Netz-Kanäle des Blog und YouTube regen Anklang finden und sich so weit in der Welt verbreiten. Im Blog sind täglich viele Benutzer aus mehr als 10 Ländern aktiv, u.a. aus Amerika/USA, Frankreich, Spanien, Russland, Japan usw..

Ich wünsche Yudo und seinen Arbeiten von Herzen weiterhin viel Erfolg! Zu unser aller Nutzen.